1997 Installation: "Gotischgrün" von Marlen Liebau und Mercedes Engelhardts
 


1995 : "Homage à Käthe Kollwitz", Situation: Tanzprojekt Jaqueline Carley
 


1996 "Schutzraum", Dina Dorothea Ney
 


1998 "Berliner Bronzen", Bildgießerei Hermann Noak
 

weitere Projektjahre


Der 1992 gegründete Förderverein Klosterruine e.V. will als gemeinnütziger Verein ein historisches Baudenkmal bewahren und derzeitiger Kunst Öffentlichkeit bieten. Zu den Gründern und Mitgliedem gehören Künstlerinnen und Künstler aus Berlin, Denkmalpfleger, Museumsleute, Gartengestalter, Galeristen und Mitarbeiter aus Berliner Kulturinstitutionen.Unser Ziel ist, durch die Sicherung der historischen Bausubstanz den kulturhistorischen "Berliner Ort", den "Berliner Treffpunkt" in einer europäischen Metropole wieder lebendig werden zu lassen.

Die Ruine der Franziskanerklosterkirche stand nach 1945, in dann gesichertem Zustand als Baudenkmal und Mahnmal Berlins verschossen, fast unauffällig als grandioser Zeuge der Geschichte im Wechsel der Jahreszeiten wie ein erhabener Selbstzweck an der nach ihr und dem Kloster benannten Straße. Während dieser Jahre war sie einige Male Gastgeber für Ausstellungen. Für diese Zeiten war die Ruine begehbar und in ihrem zentralen Innenraum erlebar.
Ab 1982 haben die Ostberliner Bildhauer in zähem kulturpolitischen Kampf dem Magistrat diesen wunderbaren Ort für Ausstellungen abgerungen.Die bisherigen, mehr spontanen Skulpturenausstellungen in den Jahren 1987 bis 1990 waren von ostberliner Bildhauern organisiert. Die Besucher, die mindestens ein Interesse hatten, die Ruine oder die Ausstellung zu erleben, fühlten sich in diesem von den Erbauern als Versammlungsort der Gemeinde konzipierten Innenraum, auch unter freiem Himmel, geborgen. Die Besucher verließen mit beiden Erlebnissen - dem Baudenkmal und der Aussstellung- diesen Ort. Das Konzept des Fördervereins Klosterruine entstand aus diesen Zusammenhängen und liegt im Spannungsfeld zwischen dem historischen Baudenkmal und derzeitiger lebendiger Kunst, wobei die Kultur des Baudenkrnals wie ein Maßstab wirkt, wie eine Konfrontation mit dem Heutigen.

Die in der Satzung des Fördervereins fixierte Förderung von derzeitiger Kunst und Künstlern, in Verbindung mit der Präsentation eines alten Berliner Baudenkmals und historischen Ortes prägt den Charakter unseres Projektes. Wir verstehen uns nicht vordergündig als Galerie oder musealer Ort, da die Besucher die Ruine oft ganz zufällig und mit den verschiedenartigsten Interessen erleben. Die Funktion einer Oase inmitten der Großstadt gleich hinter dem Alex, diktiert auch die zurückhaltende Präsentationsweise. Der Förderverein Klosterruine e.V. bemüht sich als Berliner Kunstverein, ein Stück der Kulturgeschichte der Stadt lebendig zu erhalten. Gleichzeitig wird die Begehbarkeit dieses Baudenkmals ermöglicht und als Oase im Großstadtgetriebe erlebbar gemacht. Durch die Präsentation derzeitiger Kunst und Kultur inmitten der Stadt unter freiem Himmel, jedoch in einem gotischen Gemäuer, wird der Besuch der Ausstellungen und der Ruine zu einem umfassenden und authentischen Kulturerlebnis. Der historische und repräsentative Berliner Ort ist für internationale Projekte sehr gut geeignet und wurde dem entsprechend in den vergangenen Jahren auch dafür genutzt.

1994 "Innen und Außen" - erste gemeinsame Ausstellung der Ost- und                           Westberliner Bildhauer nach dem Mauerbau.
1995 "Hommage à Käthe Kollwitz" - gemeinsame Ausstellung von Künstlern aus             dem vereinten Berlin und Brandenburg.
1996 "Ligurische + Berliner Bildhauerarbeiten" - Kooperation mit Künstlern
           aus Italien

1997 "Kunst-Mitte + Einzelstücke" - Kooperation mit der Akademie der Künste.
1998 "Die Berliner Bildgießerei Hermann Noack" - Bronzeskulpturen der                      klassischen Moderne und Gegenwart.
1999 "Kriegsmonument - Monument" - Steininstallation von Neil Goldstein                     (Stokholm) in Kooperation mit der Schwedischen Botschaft
2000 "Retrospektive I + II" -internationale Präsentation in Berlin lebender                       Künstler (eine teilweise externe Ausstellungsreihe)
2001 "Schau - Baustelle" -Präsentation des historischen Ortes, der                                 Bauforschung  ("Info - Kubus"), +"Ruine - pur" Theatersommer.
2002 "Internationale Kunst" Finnische Künstler, in Kooperation mit der                         Finnischen Botschaft

             zum Beispiel:     "Schau - Baustelle 2003"

                     Erstellung der Dokumentationen / Broschüren bis März 2002

1. - Aufbau eines Archivs, Dokumentation eines Berliner Kulturprojektes - bis 14.04.
(Schautafeln: Der gotische Torso Berlin - Mitte / 10 Jahre Förderverein / STERN - Bau)

2. - Eröffnung von "Schau - Baustelle 2003" mit allen Beteiligten am 15.04.

3. - "Sonnengesänge"- Audio - Solar - Installation von Marlen Liebau : 25.4.- 31.5.

4. - "Franziskaner in Berlin" (ökum. Kirchentag) Veranstaltungen + Schautafeln 29.  5. / 30.5. 5. -                    
Lesungen / Literatur im gotischen Torso : ( 8 mal alle 14 Tage ) Mai bis August

  6. - Internationale Kunststücke (Bildhauerpräsentationen) : 01.6. - 15.7. 2003

7. - Theatergastspiel / Genua / "Decamerone" (Koop. mit ital. Botschaft) : 25.6. / 26.6. 8. -
"AZUL" Körper - Licht - Performance ( 2 mexikanische Künstler) : 4 mal im August

9. - Kleinere Theaterprojekte (in Abstimmung mit den jeweiligen Ausstellungen) : 20.7. - 25.8.

10 - Eröffnung Internationales Bildhauersymposium / Begleitausstellung : 01.09 - 01.10.

11.- Tag des offenen Denkmals 2003 : 05.09.- 07.09.

12.-"Traumsammlung" Interaktive Installationen / 3 Künstlerinnen (Spanien + Argentinien) : 3.10. - 31.10.

13.-"Kehr - aus - 2003" Berliner Kulturtreffpunkt im "Gotischen Torso" : am 30.10.

14.- Winterzeichen VIII (Bildhauersymposium in Berlin-Mitte) ab 15.11.